Neue Deichanlagen auf der Halbinsel Zingst
Umfangreichste Küstenschutzmaßnahme in M-V auf Ostzingst begonnen

Mit dem ersten Rammschlag an der Boddenküste der Halbinsel Zingst hat im Dezember 2005 der Bau des bislang größten Küstenschutzprojekts in Ostdeutschland begonnen. Bis 2011 sollen im relativ dünn besiedelten Ostteil von Zingst fast 19 Kilometer lange, bis zu 4,10 Meter hohe Deichanlagen angelegt und ausgebaut werden. Umweltminister Prof. Dr. Wolfgang Methling nahm am Baubeginn des Komplexvorhabens Sturmflutschutz/Renaturierung bei den Sundischen Wiesen in Ostzingst teil.

Gemeinsam mit dem Landrat des Landkreises Nordvorpommern, Herrn Wolfhard Molkenthin, und dem Bürgermeister der Gemeinde Zingst, Herrn Andreas Kuhn, nahm der Umweltminister am ersten Rammschlag für das Sturmflutschutz-Projekt Teil. Das Komplexvorhaben Sturmflutschutz und Renaturierung Ostzingst wird gemeinsam vom Staatlichen Amt für Umwelt und Natur (StAUN) Stralsund und dem Nationalparkamt Vorpommersche Boddenlandschaft durchgeführt. Im Rahmen der Maßnahme sollen unter anderem ein See- und ein Riegeldeich neu gebaut und der vorhandene Boddendeich von Zingst bis zur Anbindung an den neuen Riegeldeich verstärkt werden. Insgesamt werden ca. 1 Million Kubikmeter Sand und 0,5 Millionen Kubikmeter Mergel angeliefert und eingebaut werden. Mit Gesamtbaukosten von ca. 29 Millionen Euro ist es das umfangreichste Küstenschutzvorhaben in Mecklenburg-Vorpommern und wird aus Bundes- (70 Prozent) und Landesmitteln (30 Prozent) finanziert.

Fotos: © Joachim Kloock

 
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