Große Goldmedaillen für Friedhofsgärtner
Gedenken mit Blumen
IGA-Wettbewerb “Grabbepflanzung und Grabmal”

2003



Im Wettbewerb „Grabbepflanzung und Grabmal“ gingen die ersten Großen Goldmedaillen an:

  • Blumen Ellinger, Andreas Ellinger, Stuttgart, für ein Einstelliges Wahlgrab.
  • Blumen Lülow, Inhaber Wilhelm Herder, Hamburg, für ein Mehrstelliges Wahlgrab.
  • Ausstellergemeinschaft Pöpperling und Steigert, Seelze, für ein Urnengrab.
  • Blumen Hoch, Frankenthal, für das Sonderfeld „Der gemeinsame Weg“.

Gedenken mit Blumen
IGA-Wettbewerb “Grabbepflanzung und Grabmal”

Seit Jahren gehört der Bereich „Grabbepflanzung und Grabmal“ zu den am meisten besuchten auf Gartenschauen. Das gilt auch für die Mustergräber der grünen Weltausstellung am Meer. Insgesamt 91 Gräber, aufgeteilt in ein-, zwei- und dreistellige Wahlgräber, Urnengräber und das Sonderfeld „Der gemeinsame Weg“ finden auch in Rostock großen Zuspruch. Selbst Fachleute sind von den innovativen Gestaltungsvorschlägen der Friedhofsgärtner auf der IGA überrascht. Grafische Lösungen mit geteilten Beeten für die blühende Bepflanzung (Wechselbepflanzung) stehen im Vordergrund. Bei einigen Arbeiten ist zudem die Fortsetzung des Trends zur Modellierung der Gräber mit Hilfe von Erde, der in Potsdam erstmals gezeigt und intensiv diskutiert wurde, zu sehen.
Bei der Frühjahrsbepflanzung stehen wie in den letzten Jahren die kleinblumigen Stiefmütterchen im Vordergrund. Trotzdem wirkt der Bereich nicht langweilig – Mischungen von verschiedenen Farben und die sehr unterschiedliche Gestaltung der Beete sorgen für Abwechslung. Bei den Bodendeckern, die den grünen Teppich auf den Gräbern bilden und der Rahmenbepflanzung, die für die Verbindung von Bepflanzung und Grabzeichen sorgt, ist wenig Neues zu sehen. Bei den Bodendeckern scheint das schwachwachsende Fingerkraut (Potentilla) im Trend zu liegen, es wurde häufiger verwendet.

Mit neun Gräbern ist das Sonderfeld „Der gemeinsame Weg“ in Rostock gut belegt. Ein Steinmetz und ein Friedhofsgärtner gestalten auf diesem Feld ihr Wettbewerbsgrab als Team, anders als beim restlichen Wettbewerb werden beide auch gemeinsam bewertet. In Rostock wurde übrigens ein Lebenslauf vorgegeben, den die Teams dann interpretieren mussten. Jedes der neun Gräber sieht trotzdem anders aus - Beweis dafür, wie unterschiedlich man mit Pflanzen und Grabzeichen gestalten kann.
39 Steinmetze stellten die Grabzeichen für die Mustergräber der IGA zur Verfügung. Zu sehen sind alle Materialien, besonders auffällig sind moderne, sehr filigran wirkende Kreuze aus Metall. Bei den Formen stehen die Stelen im Vordergrund, bei den Urnengräbern fallen die in Proportion zu den Grabflächen besonders großen Steine auf. Manch ein Friedhofsgärtner bekam hier eine schwierige Aufgabe zugelost, die jedoch gut gelöst wurde.
Wie auf den anderen Gartenschauen bieten die Friedhofsgärtner und Steinmetze im gemeinsamen Pavillon am Rande der Musteranlage täglich kostenlose Information für die Besucher. Die Pflege der Gräber wird übrigens wieder von Auszubildenden im Beruf des Friedhofsgärtners übernommen, die für diesen Zweck von den Ausbildungsbetrieben freigestellt werden.
Neu im Bereich „Grabbepflanzung und Grabmal“ ist die Vorstellung der Symbolpflanzen, denen bei der Gestaltung von Gräbern eine immer größere Rolle zu kommt. Die Pflanzen sind auf den Beeten nach Themen geordnet, so dass dieser Beitrag auch für die Besucher leicht zu verstehen ist.

Ebenfalls neu sind die Vorführungen zum Thema „Trauerfloristik“, die noch an den Wochenenden 14. und 15. Juni sowie 6. und 7. September, (jeweils Samstag und Sonntag von 10 bis 18 Uhr) zu sehen sind. Diese Vorführungen werden gemeinsam vom Bund deutscher Friedhofsgärtner (BdF) und vom Fachverband Deutscher Floristen (FDF) organisiert.
Der gesamte Bereich wurde übrigens von Achim Röthig, Haan, geplant. Die Gräber sind im Halbrund angeordnet. Ein lichter Bestand aus Laubgehölzen und der vorgelagerte Bereich der Rhododendron schaffen das passende Umfeld. Mit der Lage zwischen den Nationengärten und den „Schwimmenden Gärten“ erhielt der Wettbewerb „Grabbepflanzung und Grabmal“ am Ufer der Warnow einen der attraktivsten Standorte, den dieser Wettbewerb je auf einer Gartenschau hatte.


Fotos: © GROSS

Christiane James

Fachpresse Grün
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IGA Rostock 2003 GmbH
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