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Ab Dienstag, 10. Juni, steht auf der Internationalen Gartenbauausstellung,
IGA Rostock 2003, die größte Pflanzaktion im Freiland an: 210.000
Sommerblumen, von der Begonie bis zum Ziertabak werden dann in den Bereichen
zwischen Messehalle und Parkbühne gepflanzt. 15.000 Pflanzen wollen die
Gärtner von drei Firmen pro Tag pflanzen - geht dieser Plan auf, erstrahlt
die grüne Weltausstellung in 14 Tagen im neuen Blütenkleid. "Das
funktioniert nur, wenn das Wetter mitspielt" erklärt Rainer Berger,
Ausstellungsbeauftragter der Deutschen Bundesgartenschaugesellschaft (DBG).
Ihm und seinem Team steht in den nächsten Wochen eine riesige logistische
Leistung ins Haus, die bereits seit Wochen sorgfältig vorbereitet wird.
Insgesamt liefern 17 Aussteller aus dem ganzen Land die Pflanzen für den
Sommerflor auf der IGA. Insgesamt müssen 17.000m² Fläche neu bepflanzt
werden - so umfangreiche Pflanzungen hat es in den letzten Jahren auf keiner
Gartenschau gegeben. Für jeden Quadratmeter haben die Architektinnen
Christine Orel, Aubachtal und Rose Böke, Düsseldorf, detaillierte
Pflanzpläne erarbeitet. Morgens und Abends werden die Pflanzen von einer
Spedition in kleineren Partien angeliefert und dann von Berger und seinem
Team den entsprechenden Bereichen zugeordnet. Erst dann kommen die drei von
der DBG beauftragten Landschaftsgärtnereien mit ihren Mitarbeitern zum Zuge:
Sie werden die Pflanzen nach den Vorgaben der Architektinnen an Ort und
Stelle in den Boden setzen.
"Viele Besucher fragen sich was mit den Frühlingsblumen passiert" weiß
Rainer Berger. "Stiefmütterchen, Vergissmeinnicht und Gänseblümchen sind
jetzt verblüht. Diese Pflanzen gehören zu den einjährigen Gewächsen, deren
Lebenszyklus abgeschlossen ist. Die Zwiebeln von Tulpen, Hyazinthen und
anderen Gewächsen nehmen die Aussteller wieder zurück". Wer jetzt
befürchtet, in den nächsten Wochen nur wenig Blumen im Freiland der grünen
Weltausstellung zu sehen, irrt. "Wir räumen immer nur die Beete ab, die wir
an einem Tag neu bepflanzen können" erklärt Berger. So wird die IGA ihr
Blütenkleid vom Frühling zum Sommer nach und nach wechseln - und wenn die
letzten Pflanzen ihren Platz gefunden haben, sorgen die ersten schon wieder
für neue Blütenfülle.
Bei den Sommerblumen sind alle Gewächse zu sehen, die man sich in dieser
Jahreszeit vorstellen kann. Klassiker wie Geranien, Begonien, Fuchsien,
Petunien, Tagetes, Männertreu, Fleißige Lieschen, Strohblumen,
Löwenmäulchen, Leberbalsam, Mittagsblumen, Margeriten oder Ziertabak sind in
den umfangreichen Pflanzungen ebenso zu sehen, wie das zur Zeit sehr moderne
Ziergemüse. Kohl mit buntem Laub sorgt in vielen Beeten für schöne
Strukturen. Die bilden auch die immer wichtigeren Blattpflanzen, wie zum
Beispiel Buntnessel, Ziergünsel oder Salvien.
Den Dahlien, die zu den besonders attraktiven Sommerblumen gehören, widmet
die IGA gleich zwei Bereiche: Am Aufgang zur Messebrücke wird das ganze
Sortiment der Dahlien in der Mischung mit Sommerblumen zu sehen sein. Als
absolutes Novum wird am Rande der Staudenbeete erstmals die weltweit
einmalige Wilddahlienschau zu sehen sein. Peter Ambrosius, Marbach/Neckar,
hat die bis zu 3 Meter hohen Vorfahren unserer Gartendahlien über Jahre
hinweg gesammelt und präsentiert sie auf der grünen Weltausstellung erstmals
einem großen Publikum.
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