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Frühjohrsmäudigkeit
Kümmt die
Frühjohrstied heran, klagt mi jeden Dag mien Mann:
Oh- wat bün ick einmal mäud- weit nich, wur dat
kamen deiht.
Ick gah hüt woll gliek tau Bett.
Mennigmal find´ ick dat nett.
Morgens, wenn hei upstahn deiht,
un in´d Bad bit Waschen steiht,
fang hei tau hojanhnen an, un ick mark - mäud is mien
Mann.
Doch die Dag ierst anfang´deiht, un för em die
Arbeit steiht.
Meddags klingt dat Telefon
un miem Mann frögt: "Hest du schon
mi ein´Stähl köfft för mien Hack ?
Dei oll is mi gistern knackt.
Süß kann ick hüt all`s vergäten
Mak ok tau rechten Tied dat Abendbrotäten.
Wenn dat in den´Gorden geiht,
ne, denn is hei nich miehr mäud.
Ät sein Abendbrot bald in´stahn,
blot dat hei kann nah´n Gorden gahn.
Dor segg ick denn so um acht:
" Hüt hest nauch herüm maracht."
Willig kümmt hei mit nah Huus.
Stiggt noch ficks ünner die Brus`,
ät noch eine Leckerie un hei hojahnt all dorbi:
"Mäud bün ick, hest du dat seihn,
stah man kum noch up mien Bein."
Un denn gifft hei mi ein Kuß un die Abend hett sein
´Schluß.
Gistern rägent dat Stakelforken
un ick denk- hüt knallt die korken.
Mien Mann is gliek nah`d Abendbrotäten -
hei hett den´Gorden hüt vergäten, weil die
Rägen gütt von´Häben
willig bi mi sitten bläben.
Doch , hüt abend späl ick mal ut.
For em glieken öwer die Snut:
" Mi deiht hüt die Migräne plagen as hard mi
up den´Kopp wen slagen."
Nähm noch ´ne Koppweihdagtablett un un gah furts
denn in mien Bett.
Wenn die Goren is denn trecht, un sein Mäudigkeit sick
leggt,
seggt hei:" Heff di noch leiw´, mien Diern,
will´w hüt abend nich bäten fiern ?"
Dreiht mit mi noch eine Runn´- un denn slöcht ok
" miene Stunn."
© Gertrud
Weigel
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