vita-akti-med® Messe für Medizin, Pflege & Prävention 02.-04. Dezember 2005 M-V erhält mit der „vita-akti-med“ die erste Landesgesundheitsmesse rund um Medizin, Pflege & Prävention

Fotos von der Eröffnung

vita-akti-med® Messe für Medizin, Pflege und Prävention/Messe aktiv angenommen/Die erste Landesgesundheitsmesse hat mit viel Zufriedenheit in den Gesichtern der Besucher, Aussteller und Organisatoren schließen können. Eine Neuauflage ist geplant.


Zum ersten Mal präsentiert sich in Mecklenburg-Vorpommern mit der vita-akti-med® eine landesweite Messe für Medizin, Pflege und Prävention. Diese erste Landesgesundheitsmesse findet vom 2. bis zum 4. Dezember 2005 in der HanseMesse in Rostock statt. Auf 6000 Quadratmetern wird die vita-akti-med® Produkte und Dienstleistungen aus den Bereichen Gesundheit und Prävention der Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen aus und in Mecklenburg-Vorpommern vorstellen. Im Landesmessezentrum Mecklenburg-Vorpommern werden im Rahmen der vita-akti-med zudem ein Verbraucher- sowie ein Fachkongress über die Fortschritte bei Therapien und Medikamenten informieren. Das begleitende Aktionsprogramm demonstriert eindrucksvoll die Leistungsfähigkeit der Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen des Gesundheitslandes Mecklenburg-Vorpommern.

Auf der vita-akti-med®, die ein komplexer Marktplatz für Fach- und Spezial-Kliniken, Reha-Einrichtungen, Pflege- und Altenheime und der mobilen Pflege- und Sozialdienste ist, können sich Interessierte ein umfassendes Bild von den Leistungsmöglichkeiten der Gesundheitsbranche Mecklenburg-Vorpommerns machen. Dem Messethema entsprechend geht es um Vitalität und Ernährungsberatung, um Natur- und Schulmedizin sowie um Ausbildung für medizinische Berufe bis hin zur behinderten-gerechten Ausstattung von Wohnungen und Arbeitsstätten.

Mittelpunkt der Messe wird eine zentrale Standfläche in der HanseMesse sein. Auf ihr präsentieren die großen Kliniken Mecklenburg-Vorpommerns ihre Angebote und Leistungen sowie Behandlungen und Therapien. Beteiligt sind, ob im Ausstellungsbereich oder im Rahmen der Fachvorträge, das Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum Neubrandenburg, das Universitätsklinikum Rostock, das Klinikum Südstadt Rostock, das Hanse-Klinikum Stralsund, das Universitätsklinikum Greifswald und die Helios Kliniken Schwerin.

Für den interessierten Laien wird ein dreitägiger Verbraucherkongress verständliche medizinische Fachinformationen in über 100 öffentlichen Vorträgen bieten. Dieser setzt sich mit aktuellen Krankheitsthemen der heutigen Zeit auseinander. Vertreter der Kliniken und der Pharmaindustrie, Zahnärzte und zahntechnische Meisterbetriebe, Sanitätshäuser, Apotheken, Fachkliniken, medizinisch orientierte Fachgeschäfte, Altenpflegeeinrichtungen, Pflegedienste, Rehabilitationseinrichtungen, Krankenkassen und Selbsthilfeverbände werden in Form von Messe- und Informationsständen für alle Fragen präsent sein.
Im Landesmessezentrum sind auch die Spezialisten anwesend. Ärzte, Apotheker, Pflegekräfte und Privatpersonen kommen im Rahmen eines Pflegetags am 2. Dezember sowie zu einem Ärzte- und Apothekertag am 3. Dezember zur fachlichen Weiterbildung zusammen.

Ideelle und fachliche Träger der vita-akti-med® sind die Ärztekammer M-V, die Kassenärztliche Vereinigung M-V, die Kassenzahnärztliche Vereinigung M-V, die Landesversicherungsanstalt M-V, die Krankenhausgesellschaft M-V e.V., der DRK Bundesverband, der Verband für Behinderten- und Rehabilitationssport M-V e.V., das Landesgesundheitsamt M-V, die Landesarbeits-gemeinschaft der Selbsthilfeverbände M-V, der Landesverband für Prävention und Rehabilitation von Herz-Kreislauf-Erkrankungen M-V sowie die Landeskoordinierungsstelle für Suchtvorbeugung – LAKOST MV.

Die vita-akti-med ist damit zweifellos ein weiteres Messehighlight 2005 in der HanseMesse Rostock. Diese neue Gesundheitsmesse für Medizin, Pflege und Prävention wendet sich an zukunftsorientierte, gesundheitsbewusste Menschen und Fachleute. Gleichzeitig wird der Bevölkerung gezeigt, welche Möglichkeiten das Thema Gesundheit in Mecklenburg-Vorpommern bietet. Damit ist die vita-akti-med® die ideale Plattform für Prävention, Information und Produktpräsentation rund um die Gesundheit für Körper, Seele und Geist.

DIE VORTRÄGE:

Die öffentlichen Vorträge sind gegliedert in verschiedene Foren. So steht am 1. Dezember das Forum 1 unter der Überschrift „Blutgefäße im Alter“. Forum 2 thematisiert am Vormittag „Schmerz und Operationen“, am Nachmittag „Inkontinenz und Sexualität“. Am selben Tag stehen im Forum 3 „Augenerkrankungen“ vormittags im Mittelpunkt. Nachmittags sind hier „Gelenkerkrankungen“ Schwerpunkt. Forum 4 hat „Krebserkrankungen“ zum Thema.
Am 3. 12. werden im Forum 1 „Nervenerkrankungen“ behandelt, im Forum 2 „Seelische Störungen“. Forum 3 thematisiert vormittags „Geburtshilfe“ und am Nachmittag „Krebserkrankungen bei Frauen“. Im Forum 4 dreht sich am 3.12. alles um „Alterserkrankungen und Behandlungen“. Dieses Thema wird am 4.12. im Forum 2 fortgeführt.

Am 4.12. werden darüber hinaus im Forum 1 „Kinderkrankheiten“ beleuchtet. Im Forum 3 stehen „Allergien und Infektionen“ im Mittelpunkt. Der Vormittag des Forums 4 hat „Nierenerkrankungen“ zum Schwerpunkt, am Nachmittag werden hier weitere Themen wie Demenz, Kneipp, chronische Wunden oder Krampfadern behandelt.

Sämtliche Referenten dieser öffentlichen Vorträge stammen aus den auf der Messe vertretenden Kliniken. Nach ihren maximal 30-minütigen Referaten stehen sie am Stand ihres Klinikums für Nachfragen und Gespräche bereit.
Weitere Vorträge – zumeist gestaltet vom Landesgesundheitsamt, Vereinen und Selbsthilfegruppen – geben Informationen zu verschiedene Renten, zu Zahnersatz, zu HIV/Aids, zur Badewasserqualität M-Vs, zu Impfungen auf Reisen, zu alternativer Medizin und zu neuen Entwicklungen in der Gesundheitsbranche. DER PFLEGETAG UND DER ÄRZTE-/APOTHEKERTAG:
Der am 2. 12. stattfindende Pflegetag auf der vita-akti-med hat zwei Schwerpunkte. Zum einen „Menschen mit chronischen Wunden – Eine Herausforderung“ und „Tod und Sterben – Erfolgs- oder Stressfaktor“. Hochkarätige Referenten geben hier Informationen und wertvolle Ratschläge zu den sensiblen Themen. So wird u.a. Hans-Christian Pick, Oberstaatsanwalt in M-V, zur „Juristischen Gratwanderung: Aktive/passive Sterbehilfe“ reden. Pastor Dr. Dietmar Schicketanz vom Klinikum Südstadt Rostock berichtet „zwischen Ohnmacht und Staunen“ aus seinen „Erfahrungen mit sterbenden Menschen“.
Der am 3. 12. durchgeführte Ärzte- und Apothekertag ist eine anrechenbare Weiterbildungsveranstaltung für Mediziner und Apotheker. Themen sind hier „Existenzgründung“, „Klassische und alternative Therapien“, „Pharmakotherapie“ sowie ein „Impfkurs für Ärzte“.

Der emanzipierte Patient - Ärzte suchen auf der ersten Landesgesundheitsmesse das Gespräch mit Gesunden und Kranken

30.11.2005: Rostock/MVr Der emanzipierte Patient ist kein einfacher Patient. Manchen Ärzten fällt es schwer, eine gemeinsame Sprache mit den Behandelten zu finden.

"Aber wir müssen die Kommunikation mit den Patienten suchen", sagt der Direktor der Klinik für Nervenheilkunde der Universität Rostock, Reiner Benecke, "die Halbgötter in Weiß gehören der Vergangenheit an." Der Professor hat in den vergangenen Monaten das Vortragsprogramm auf der "Vita-akti-med" koordiniert. Die erste Landesgesundheitsmesse beginnt am Freitag in Rostock. Hunderte Mediziner werden die Messehalle quasi in ein riesiges Besprechungszimmer verwandeln, um mit Patienten ins Gespräch zu kommen.
Mehr als 150 Vorträge rund um das Thema Gesundheit sind geplant. Neben Ärzten informieren auch Vertreter von Selbsthilfegruppen und Krankenkassen über neue Behandlungsmethoden. Auf rund 6000 Quadratmetern Ausstellungsfläche werden zudem Produkte und Dienstleistungen aus den Bereichen Gesundheit und Prävention präsentiert. "Mit dieser Messe bieten wir für den Endverbraucher nicht Wellness, sondern solide medizinische Informationen", kündigt Volker Schmidtke von der veranstaltenden HanseMesse an.

Die Themen der Vorträge reichen von Krebserkrankungen, seelischen Störungen und Alterserkrankungen über Schmerz und Operationen bis hin zu Kinderkrankheiten, Geburtshilfe und Allergien. Die Vorträge sollen den Besuchern Einblicke in die Welt der Medizin geben. Die Referenten seien ausdrücklich gebeten worden, sich verständlich auszudrücken, sagt Schmidtke.
Benecke ist sich sicher, dass sich ein immer größeres Laienpublikum über die wichtigsten Volkserkrankungen informieren will. Neben der Häufigkeit von Erkrankungen habe bei der Auswahl der Vorträge auch die Thematik eine Rolle gespielt. Als ein Beispiel nennt Benecke Potenzstörungen bei Männern.
Ziel der Medizin müsse es sein, Patienten in den medizinischen Prozess zu integrieren. Man mache es sich aber zu einfach, wenn man glaube, dann könnte bei den Behandlungen gespart werden, sagt der stellvertretende Ärztliche Direktor des Rostocker Uniklinikums. Vielmehr sei eine Balance zwischen Eigenverantwortung und Verantwortung des Arztes das Ziel. Auch eine Messe dürfe nicht den Eindruck vermitteln, der Patient könne alles selbst machen. "Dies ersetzt nicht den Arztbesuch", warnt Benecke. Ebenso sei Vorsicht vor Scharlatanen und "Paramedizinern" geboten, die Patienten locken und ihnen das Geld aus der Tasche ziehen wollen.

Die Vorträge auf der Landesgesundheitsmesse spiegeln auch die demografische Entwicklung wider. Fälle von Depressionen, Parkinson und Alzheimer nehmen zu, da Menschen immer älter werden. Darauf habe Deutschland noch nicht ausreichend reagiert, kritisiert Benecke. "Die Bettenzahl reicht bei weitem nicht aus", kritisiert er den Landesbettenplan des Sozialministeriums. Auch die Budgetierung und die immer geringer werdende Anzahl von Fachärzten würden die medizinische Versorgung verschlechtern.

vita-akti-med informiert über gesundes Leben und Wohlfühlen mit chronischen Krankheiten oder Behinderungen

Gesundheit, das ist Vorsorge, das ist Ernährung, das ist Lebensweise. Gesundheit, das ist auch Medizin, das ist Operation, das ist Pflege. Gesundheit wird aber erst recht zum Thema, wenn Krankheiten, chronische gar, oder Behinderungen in das Leben eines Menschen treten. Gesundheit in allen Facetten gibt es jetzt in Rostock als Messe. Vita-akti-med heißt diese und ist die erste Landesgesundheitsmesse rund um Medizin, Pflege und Prävention. Sie findet vom 2. bis zum 4. Dezember in der HanseMesse statt. Auf über 6.000 Quadratmetern präsentieren sich all jene Unternehmen und Einrichtungen aus Mecklenburg-Vorpommern, die maßgeblich dazu beitragen, das Bundesland zum Gesundheitsland zu machen.

„Dazu gehören auch die Selbsthilfeverbände für chronisch Erkrankte und Menschen mit Behinderungen“, sagt Anja Schießer. Die 36-Jährige leitet die Geschäftsstelle der Landesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe Behinderter e.V. Mecklenburg-Vorpommern (LAG SB). Denn dass das Leben mit Behinderungen oder chronischen Erkrankungen nicht dazu führen muss, sich völlig zurückzuziehen, wird die LAG SB auf der vita-akti-med beweisen. Dort präsentieren sich nahezu sämtliche Mitgliedsverbände der LAG SB. Dazu gehören der Blinden- und Sehbehinderten-Verein M-V e.V., der Gehörlosen Landesverband M-V e.V., die Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung M-V e.V., der Landesverband der Kehlkopflosen M-V e.V., die Frauenselbsthilfe nach Krebs M-V e.V., der Landesverband Legasthenie e.V., die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft M-V e.V., die Deutsche Gesellschaft für Muskelkranke M-V e.V., der Landesverband M-V der Angehörigen und Freunde psychisch Kranker e.V., der Landesverband Psychiatrie-Erfahrener M-V e.V., die Deutsche Rheuma-Liga M-V e.V., die Deutsche Sarkoidose Vereinigung M-V e.V., der Deutscher Schwerhörigenbund M-V e.V., die Deutsche Morbus-Crohn- / Colitis-Ulcerosa-Vereinigung e.V., der Elternverband hörgeschädigter Kinder M-V e.V., der Deutsche ILCO M-V e.V., die Deutsche Ehlers-Danlos-Initiative e.V. sowie der Landesverband M-V des Bundesverbands Poliomyelitis e.V.

Nahezu alle 18 Mitgliedsverbände sind auf der vita-akti-med mit eigenen Ständen vertreten. Zu jenen, die es personell nicht schaffen vor Ort zu sein, wird bei Bedarf der Kontakt hergestellt werden. Der Schwerpunkt des Messeauftritts der LAG SB „liegt auf Information und Beratung“, sagt Anja Schießer. „Denn vielen Menschen ist schon sehr geholfen, wenn sie in Ruhe reden können.“ Ärzten gelinge das noch immer nicht ausreichend, hat sie festgestellt.
Zu viele Menschen verkriechen sich daher noch immer Zuhause. Schämen sich ihrer Erkrankung oder Behinderung, wollen ihrer Umwelt nicht zur Last fallen. Vermeiden jegliche Aktivität und damit den so wichtigen sozialen Kontakt. Völlig falsch, findet das Vernando Reich. Der 42-Jährige ist Sportkoordinator des Verbands für Behinderten- und Rehabilitationssport M-V. Er hat für die vita-akti-med ein umfangreiches Programm zusammengestellt.
So zeigen insbesondere Rollstuhlfahrer, dass ihr Gefährt Mobilität bedeutet. Die Freiheit, sich selbständig zu bewegen, unterwegs zu sein. Trotz vieler Barrieren , die Nicht-Rollstuhlfahrer nicht wahrnehmen und die auch per Gesetz eigentlich nicht mehr existieren dürften. Dennoch: was Rollstuhlfahrer beherrschen, zeigen sie auf der vita-akti-med. Zum Beispiel Rollstuhlfechten, das auf dem so genannten Rolliparcours an allen drei Tagen gezeigt wird. Für den Samstagabend gibt es einen besonderen Höhepunkt. Dann zeigt eine Rollstuhltanzgruppe in drei Auftritten, dass sich der Rollstuhl auch mit Grazie bewegen lässt. Um Nicht-Behinderten Berührungsängste zu nehmen, können sie an allen drei Tagen sich selbst in Rollstühle setzen und ausprobieren. Querschnittsgelähmte präsentieren mit dem so genannten Handbike ein neues Gerät, das ihnen erweiterte Mobilität erlaubt.
„Es gibt viele Möglichkeiten, sich Mobilität zu bewahren“, weist Vernando Reich auf das zahlreiche Infomaterial hin, das auf der vita-akti-med ausliegen wird. „Auch mit Sport kann viel ausgeglichen werden.“

So spielen in seinem Verband schwerst mehrfach Behinderte mittlerweile Boccia, es gibt eine blinde Kegelmannschaft. „Solche Aktivitäten sind ein bedeutendes Plus an Lebensqualität“, sagt Vernando Reich. Eine Lebensqualität, die in den vergangenen Jahren auch Menschen mit Herzerkrankungen, nach Schlaganfall oder Lungenkrankheiten zugute kommt. „Früher galt hier immer: Bloß kein Sport“, erinnert sich Reich zurück. Nun können sich auch diese Betroffenen gezielt fit halten. Angebote und Kontakt zu Gruppen gibt es dazu beim Verband für Behinderten- und Rehabilitationssport M-V. Oder auf der vita-akti-med vom 2. bis zum 4. Dezember.

Klinikum der Universität Rostock zeigt auf der
vita-akti-med universitäre Spitzenmedizin

Unter dem Motto „Kompetenz durch Vielfalt – Ein universitärer Maximalversorger stellt sich vor“ präsentieren sich das Klinikum und die Medizinische Fakultät der Universität Rostock auf der Landesgesundheitsmesse „vita-akti-med“. Diese findet vom 2. bis zum 4. Dezember in der HanseMesse Rostock statt. Auf über 6.000 Quadratmetern zeigen sich dort all jene Unternehmen und Einrichtungen aus Mecklenburg-Vorpommern, die maßgeblich dazu beitragen, das Bundesland zum Gesundheitsland zu machen.

Dazu gehört auch die Universität Rostock mit Klinikum und Medizinischer Fakultät „Auf der `vita-akti-med´ stellen wir unsere 21 Kliniken und 17 Instituten vor“, gibt Dr. med. Klaus Dahmen, Referent des Ärztlichen Direktors, Prof. Peter Schuff-Werner, einen Einblick in die Vielfalt des Klinikums. Der 40-Jährige hat gemeinsam mit der Pflegedienstdirektorin, Rosemarie Rahmig, den Messeauftritt am Gemeinschaftsstand organisiert. Nach den Vorträgen über neue Behandlungsmethoden in den Foren stehen Ihnen unsere Ärzte und Professoren am Stand Rede und Antwort “, sagt er. Ein wissenschaftlicher Beirat mit Chefärzten und Professoren hat unter Vorsitz von Herrn Prof. Dr. med. Reiner Benecke, dem stellvertretenden Ärztlichen Direktor des Universitätsklinikums Rostock, für die Bevölkerung spannende Vorlesungen zusammengestellt. Hinzu kommt ein Programm mit Aktionen am Gemeinschaftsstand, das hauptsächlich von Pflege und Physiotherapie gestaltet wird. Vertreten ist das ganze Klinikum mit all ihren Berufsgruppen. „Wir wollen ein Klinikum zum Anfassen sein“, so Dr. Klaus Dahmen.

Zu finden ist das Rostocker Uniklinikum während der „vita-akti-med“ auf der zentral gelegenen Standfläche inmitten der HanseMesse. Auf dieser präsentieren sich neben dem Uniklinikum vier weitere große Kliniken Mecklenburg-Vorpommerns. Mehrere abgeteilte Bereiche ermöglichen hier Vorträge und Präsentationen – trotz Messegeschehens drumherum. Das Uniklinikum Rostock ist an diesem Stand u. a mit den Themen Transplantationsmedizin und Organersatz, Schlaganfälle und Stroke Unit, sowie anderen Therapieverfahren des und dem aktuelle Qualitätsbericht vertreten. „Hierzu laufen auf einem Flachbildschirm an allen drei Messetagen Powerpoint-Präsentationen und Filme über die Angebote des Klinikums“, sagt Dr. Klaus Dahmen.
Schwerpunkt an Samstag und Sonntag wird die Arbeit des Transplantationszentrums des Klinikums sein. Dazu wird in Zusammenarbeit mit der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) auf die Problematik hingewiesen, dass in Deutschland Organe Mangelware und die Wartezeiten für Patienten entsprechend lang sind. „Die DSO wird darüber informieren, wie man Spender werden kann, wo man Organspenderausweise bekommt, welche Bedeutung diese haben und wann überhaupt Organe entnommen werden dürfen“, sagt Dr. Klaus Dahmen.

Vorgestellt wird in diesem Zusammenhang auch die am Uniklinikum Rostock entwickelte Leberunterstützungstherapie „MARS®“, die unter dem Begriff „Künstliche Leber“ bekannt geworden ist. „Das MARS®-Gerät wird vorgeführt und kann auch angefasst werden“, sagt Dr. Klaus Dahmen. „Ebenso werden Spezialisten zum Thema Leber-, Nieren und Bauchspeicheldrüsentransplantation vor Ort sein.“ Dabei gibt es auch spezielle Informationen über die Vorbereitung zur Transplantation und Nachsorge, so zur Wartelistenpflege und Nachbetreuung der Patienten.

Die Kinder- und Jugendpsychiatrie stellt bereits am Vormittag des ersten Messetages, am Freitag den 2. Dezember, das „HaLT“-Projekt vor. HaLT steht für „Hart am Limit“ und ist ein spezielles Hilfsangebot für Kinder und Jugendliche mit riskantem Alkoholkonsum, insbesondere im Zusammenhang mit Alkoholvergiftungen. „Den ganzen Vormittag hindurch bekommen Eltern und Jugendliche Informationen zur Problematik“, sagt Dr. Klaus Dahmen.
Die Abteilung Gastroenterologie stellt am selben Tag eine Kapsel vor, mit der herkömmliche Magen- und Darmspiegelungen künftig entfallen können. „Mit der Kapseln können Interessierte auf der Messe selbst eine Reise durch den menschlichen Körper unternehmen“, sagt Dr. Klaus Dahmen. Und fügt hinzu: „Wir verwenden allerdings keine echte Kapsel, und zeigen Bilder aus einem Übungsfilm. Spannend wird es trotzdem.“
Weitere Aktionen bietet die Pflege-Abteilung des Universitätsklinikums. „Wir stellen unter anderem dar, wie die praktische Unterstützung von pflegebedürftigen Menschen erfolgen kann“, sagt Pflegedienstdirektorin Rosemarie Rahmig. „Am Samstag zeigen beispielsweise Krankenschwestern und Physiotherapeuten der Klinik für Neurologie, wie man richtig mit Patienten nach Schlaganfallbehandlung umgeht, die von Stuhl zu Stuhl oder vom Stuhl zum Bett bewegt werden müssen.“ Da es viele Menschen gibt, die Angehörige zuhause pflegen, sind „die Besucher der vita-akti-med herzlich dazu eingeladen, es selbst auszuprobieren.“

Parallel laufen Freitag und Sonntag verschiedene Präsentation zur korrekten Versorgung chronischer Wunden. „Thematisiert werden darin Stoma, Pflaster, Inkontinenzwundversorgung, Dekubitusgeschwüre und der Diabetische Fuß“, sagt Rosemarie Rahmig. Am Samstag steht der Schlaganfall im Mittelpunkt. „Dargestellt wird dazu der komplette Ablauf der Stroke Unit, einer zertifizierten Behandlungseinheit für Patienten mit Schlaganfällen“, informiert die Pflegedienstdirektorin. Am Sonntag führen die Diabetesberaterinnen des Rostocker Uniklinikums ein Ernährungsquiz mit den Messebesuchern durch. Ebenso zeigen die Physiotherapeuten unter anderem Übungen für Asthma-Kranke, bei denen die Besucher mitmachen können.
Das Universitätsklinikum Rostock hat 1.047 stationäre Betten und 16 tagesklinische Plätze. Jährlich werden hier 130.000 Patienten ambulant und rund 45.000 Menschen stationär betreut.

Klinikum Südstadt präsentiert sich auf „vita-akti-med“

Gesundheit wieder herzustellen ist die Hauptaufgabe eines jeden Krankenhauses. Doch es kann noch mehr. Wie Patienten und gesunde Menschen darin unterstützt werden, gesund zu bleiben und gesund zu werden zeigt das Klinikum Südstadt. Auf der Messe „vita-akti-med“, der ersten Landesgesundheitsmesse rund um Medizin, Pflege und Prävention. Sie findet vom 2. bis zum 4. Dezember in der HanseMesse Rostock statt. Auf über 6.000 Quadratmetern präsentieren sich dort all jene Unternehmen und Einrichtungen aus Mecklenburg-Vorpommern, die maßgeblich dazu beitragen, das Bundesland zum Gesundheitsland zu machen.

Dazu gehört zweifelsohne das Rostocker Klinikum Südstadt. Auf der „vita-akti-med“ ist das Akademische Lehrkrankenhaus in kommunaler Trägerschaft mit einem breiten Programm an Aktionen und Vorträgen vertreten. Zu finden ist das Klinikum während der „vita-akti-med“ auf der zentral gelegenen Standfläche inmitten der HanseMesse. Auf dieser präsentieren sich neben dem Klinikum Südstadt alle weiteren großen Kliniken Mecklenburg-Vorpommerns. Mehrere abgeteilte Bereiche ermöglichen hier Vorträge und Präsentationen trotz Messegeschehens drumherum.
Das Klinikum Südstadt ist an diesem Stand mit den Themen Ernährungsberatung auf dem Gebiet der Sondennahrung, der Still- und Lactationsberatung sowie mit breiten Informationen zum Leistungsangebot des Krankenhauses vertreten. Hier stellt sich ebenso die „Geschwisterschule“ mit Information für werdende Geschwister vor.

In verschiedenen Aktionen bekommen die Messebesucher demonstriert, wie Patienten behandelt werden. So zeigt das Institut für Physikalische und Rehabilitative Medizin mit Sport- und Gymnastik-Übungen, wie nach Unfällen oder chronischen Beeinträchtigungen der Motorik diese wieder hergestellt oder gesichert werden kann. Auch die Hygiene im Krankenhaus wird thematisiert. Mittels einer Demonstration der Hygienischen Händedesinfektion sowie Kontrolle der Benetzung mittels Dermaluxlampe, zeigen Mitarbeiter des Klinikums Südstadt, was das Krankenhaus tut, um keimfreie Räume zu schaffen. Ebenso können Messebesucher sich selbst als Operateur bei minimal-invasiven Operationen ausprobieren.

Auch am Programm mit über 100 Vorträgen ist das Klinikum Südstadt maßgeblich vertreten. So wird am 3. Dezember das Forum 3 „Geburtshilfe“ entscheidend von Mitarbeitern des Krankenhauses gestaltet.

„Geschwisterschule“ bereitet Kinder
auf neues Familienmitglied vor

Mecklenburg-Vorpommern ist ein Gesundheitsland. Das wird vom 2. bis zum 4. Dezember auch die erste Landesgesundheitsmesse „vita-akti-med“ beweisen. Dort wird zu erleben sein, dass zur Gesundheit auch Familienfreundlichkeit gehört. Einen erheblichen Beitrag leistet dazu das Rostocker Klinikum Südstadt mit der „Geschwisterschule“.

Werdende Eltern lernen bekanntlich alles über ihr Dasein als Mutter oder Vater. Doch was ist eigentlich mit den werdenden Geschwisterkindern? Den älteren, den großen; jenen, die aufgrund des kleinen Babys plötzlich nicht mehr Mittelpunkt sind? Denn durch den Familienzuwachs verändert sich das ganze Familienleben. Besonders spüren das ältere Kinder. Trotz aller Freude empfinden diese vielleicht Eifersucht, denn es muss die Eltern nun teilen. Oder es fühlt sich ausgeschlossen und unsicher im Umgang mit dem kleinen Wesen.

Um solchen Problemen aus dem Weg zu gehen, gibt es seit einigen Jahren am Rostocker Klinikum Südstadt die „Geschwisterschule“. „Die werdenden Geschwister lernen hier den richtigen Umgang mit Bruder und Schwester“, sagt Uta Schumacher. Die Kinderkrankenschwester ist eine von sieben Schwestern des Klinikums, die in ihrer Freizeit die „Geschwisterschule“ leiten. Mit viel Liebe zeigen sie darin, wie Säuglinge gehalten, gefüttert, gewickelt, gebadet und beruhigt werden. Weiteres Ziel: der Kurs bereitet die älteren Geschwister im Vorfeld auf den familiären Neuzugang vor, baut Ängste und gegebenenfalls Aggressionen ab und übt den Umgang mit dem Baby ein. „In kleinen Gruppen lernen die Geschwister alles über Schwangerschaft und Geburt und lernen die Entbindungsstationen des Klinikums kennen – natürlich alles kindgerecht“, sagt Uta Schumacher.

„Am Anfang des Kurses steht eine Gesprächsrunde“, berichtet Uta Schumacher. „Da plaudern die Kleinen meist, was bei ihnen Zuhause alles los ist, was ihnen ihre Eltern schon erzählt haben.“ Dann folgt die Theorie. Kindgerecht wird dargestellt, wie ein Baby entsteht, warum sich der Körper der Mama verändert und weshalb man als Geschwisterkind nun auch etwas Besonderes ist: jemand, der dem Baby und der Mama helfen kann. Ebenso wird die Geburt thematisiert. Kurz darauf werden Kreißsaal, die Entbindungsbetten, der Whirlpool zum Entspannen und die Zimmer auf der Station besichtigt. „Wir gehen in jeden Raum auf der Station. Die Kinder sollen alles sehen und merken, das es keine Geheimnisse gibt“, sagt Uta Schumacher.

Dann folgt die Praxis: Die Kinder lernen mit Puppen, wie man ein Neugeborenes wickelt, trägt und hält. „Sie lernen, dass ein Baby mit Vorsicht zu behandeln ist, dass es viel schläft, dass man sich die Hände beim Spielen mit ihm waschen muss und dass es schon gar nicht gehauen werden darf“, betont Uta Schumacher. Sie hören auch, wie wichtig sie für das Baby sind und wie sie ihren Eltern helfen können. Das stärkt das Selbstbewusstsein. Außerdem werden die Fragen der Kinder beantwortet. Sie sollen das Gefühl haben, alles Wichtige für den Umgang mit dem neuen Familienmitglied zu wissen. „Und zum Schluss gibt es immer ein Wetttrinken aus Nuckelflaschen“, lacht Uta Schumacher. Ganz nebenbei erfahren die Geschwister so, dass auch das eine große Leistung fürs Baby sowie eine Anstrengung für die Mutter ist.

Die Idee der Geschwisterschule stammt aus den USA, das Klinikum Südstadt ist eine der ersten Einrichtungen bundesweit. Mittlerweile werden solche Kurse in den meisten Kliniken, die Geburtsstationen haben, angeboten. Auf der „vita-akti-med“ in der HanseMesse Rostock werden die „Lehrerinnen“ der „Geschwisterschule“ an allen drei Tagen einen Einblick in ihre Arbeit geben. Mit auf der Landesgesundheitsmesse werden Uta Schumacher und ihre Kolleginnen eine Puppe, einen speziellen Badeeimer und viele andere Kleinigkeiten aus ihrer täglichen Arbeit auf der Südstädter Geburtsstation dabei haben.
Alle Vierteljahre, meist zum Anfang eines Quartals gibt es die „Geschwisterschule“ am Klinikum Südstadt. Eingeteilt werden die maximal 20 Kinder dazu in zwei gleichgroße Gruppen: in die Vier- bis Sechsjährigen sowie in die ab sieben Jahren. „Wir hatten auch schon 15-Jährige dabei“, berichtet Uta Schumacher. Eineinhalb Stunden dauert der Kurs. Zum Schluss gibt es neben einem Beutel an Präsenten eine Urkunde, die zeigt, wie gut man als Geschwisterkind ist und was man alles kann. Den nächsten Termin und Kontakt sind im Internet unter www.kliniksued-rostock.de/Kliniken/FKL/Geschwisterschule/ geschwisterschule.html zu finden.

Volker Schmidtke
Rostocker Messe- und Stadthallengesellschaft mbH
Zur HanseMesse 1-2, 18106 Rostock
Telefon: 0381/ 44 00 610
Fax: 0381/ 44 00 666
E-Mail: v.schmidtke@hansemesse-rostock.de

   
 
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