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Fotos:
© Jenjahn
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Lohro
nach zwölf Tagen bereits Kult Heimische Bands
fanden hier ebenso Gehör wie die verschiedensten Stil- und Musikrichtungen,
die sich deutlich vom Mainstream der ortsüblichen Radiosender abheben.
Talksendungen, in denen der Wortanteil überwog und Berichte von
der Rostocker Kulturwoche rundeten das Angebot von Lohro ab. Zwölf
Tage Lohro haben gezeigt, dass, vielleicht nicht nur in Rostock, der
Wunsch nach einem anspruchsvollen Radioprogramm besteht. Wir sind sehr
zufrieden mit dem Zuspruch unseres Projektes, so Ralph Kirsten,
der den Hut auf hatte. Wir hätten nie gedacht, dass dieses
Projekt so wunderbar läuft, schließlich hatte kaum einer
der Mitmacher Erfahrungen, wie man einen Radiosender organisiert und
führt, so Kirsten weiter. Gut 100 Interessenten hatten sich
im Vorfeld gemeldet und wollten ein anderes Radio machen,
am Ende sind gut 50 Radioenthusiasten am Programm in irgendeiner Weise
beteiligt gewesen. Nicht alles was angepackt wurde, lief glatt, schließlich
hatten nur fünf, sechs Leute vorher schon Erfahrungen im Radio
gesammelt. Da wurden falsche Knöpfe gedrückt, bei den Nachrichten
gab es Versprecher - Sympathischer Dilettantismus möchte
man meinen, denn bei allem blieb das Programm frisch und vor allem unbekümmert.
Sympathisch ja, Dilettantismus weniger, meint Ralph Kirsten.
Schließlich haben sich viele Sendungen und Beiträge
im Laufe der zwölf Tage qualitativ gesteigert. Und man darf vor
allem nicht vergessen, dass alles Leute mitgemacht haben, die Spaß
am Radio haben und nicht einen Cent dafür erhalten, so Kirsten
weiter. Am Montag wird Lohro
vorerst wieder aus der Radiolandschaft verschwinden. Spätestens
aber im Frühjahr will der Sender wieder On Air gehen,
zur nächsten Kulturwoche in Rostock. Auch zur Hanse-Sail ist ein
alternatives Radioprogramm geplant, die Gespräche laufen
aber noch. Universität, und Olympiabüro sind Ansprechpartner
bei weiteren Aktionen, aber auch andere Institutionen. Lohro ist
ein Stück Vision. Wir haben uns an innovativen Sendern wie fritz!
oder radioeins aus Berlin orientiert, Rostock verträgt
ein Großstadtradio, meint Ralph Kirsten abschließend.
Mit Blick auf die etablierten Sendern meint er: Ich denke, die
Sender machen sich nach diesen zwölf Tagen Gedanken. Klar
ist, die Radiolandschaft in Mecklenburg-Vorpommern ist eine Katastrophe,
Lohro hat für zwölf Tage gezeigt, dass es auch anders geht.
Besser! Mehr Informationen:
www.lohro.de Olaf Jenjahn |
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