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3. Sinfoniekonzert der Spielzeit 2009/10 am |
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| Nachdem die ersten zwei Sinfoniekonzerte der Saison mit großem Erfolg in der Paulskirche gespielt wurden, geht die Mecklenburgische Staatskapelle Schwerin für das 3. Sinfoniekonzert wieder zurück in das restaurierte Große Haus am Alten Garten. Neu in dieser Konzertsaison sind die Montagskonzerte, die nun bereits um 18 Uhr beginnen. Dies ist als besserer Service vor allem für ältere Besucher und Schüler zu verstehen, die sonst der spätere Beginn vom Konzertbesuch abhalten könnte. „Don Quixote de la musica“ lautet das Motto des Konzertes, das unter der Leitung von GMD Matthias Foremny zu hören sein wird. Der skurrile spanische Ritter, der über der Lektüre von Ritterromanen verrückt wird und beschließt, auf der Suche nach edlen Abenteuern durch die Welt zu ziehen, findet sich in Mendelssohn Bartholdys einzig vollendeter Oper, „Die Hochzeit des Camacho“. Neben der Ouvertüre zu diesem heute kaum noch gespielten Werk stehen drei farbenprächtige Kompositionen des 20. Jahrhunderts auf dem Programm. Martinůs harmonisch klangschönes Rhapsody-Konzert entstand ebenso wie Korngolds Cellokonzert in den USA. Korngold schrieb seine Musik ursprünglich als Teil der Filmmusik zu dem Bette-Davies-Streifen Deception. Anders als bei den Sinfonischen Dichtungen „Also sprach Zarathustra oder Till Eulenspiegels lustige Streiche“ orientiert sich Richard Strauss in „Don Quixote“ sehr eng an dem großen Ritterroman von Miguel de Cervantes. In zehn Variationen werden markante Episoden aus dem Leben Don Quixotes musikalisch erzählt. Zwei Solisten konnte Generalmusikdirektor Matthias Foremny für das Konzert gewinnen: Den Cellisten Jens Peter Maintz, Professor für Cello an der Universität der Künste in Berlin, sowie die Bratscherin Mirjam Tschopp, die bereits zweimal in den Schweriner Sinfoniekonzerten das Publikum mit Musik des 20. Jahrhunderts begeistert hat. Die kostenlosen Konzerteinführungen beginnen am 30. November um 17.15 Uhr und am 1. und 2. Dezember um jeweils 18.45 Uhr im Konzertfoyer. Kartentelefon: 0385 / 5300 – 123; kasse@theater-schwerin.de Konzert-Termine: 3. Sinfoniekonzert „Don Quixote de la musica“ am Montag, den 30. November um 18 Uhr und am 1. und 2. Dezember 2009 jeweils um 19.30 Uhr im Großen Haus des Mecklenburgischen Staatstheaters Schwerin Franziska Kapuhs Nachgefragt bei Mirjam Tschopp, der Solokünstlerin beim 3.Sinfoniekonzert 2009/10, die in diesem Jahr bereits beim 6.Sinfoniekonzert der Spielzeit 2008/09 zu Gast in Schwerin war ...
Frage: Sie hatten ihr Solo-Debüt mit 13 Jahren, sind eine begnadete, leidenschaftliche Geigerin und Bratschistin, hatten erfolgreiche Auftritte in aller Welt, erhielten unzählige Preise und sind auch Lehrbeauftragte für Violine und Viola am Tiroler Landeskonservatorium Innsbruck. Wie viel Talent und wie viel Übung steckt in Ihren Erfolgen ? Kann man mit ungemeinem Ehrgeiz beim Unterricht “notfalls” ein wenig fehlendes Talent kompensieren ? Bedeuten Ihnen Ihre Instrumente mehr Leidenschaft oder mehr Liebe ? Mirjam Tschopp: Ein paar ganz schön knifflige Fragen … Nun: Es ist Liebe und Leidenschaft. Liebe ist, meinen Instrumenten Sorge zu tragen, sie zu pflegen und mich um sie zu kümmern, wenn es ihnen mal nicht gut geht. Und, da sie manchmal ganz schön wetterfühlig sein können, muss man ihnen mit Geduld und Verständnis begegnen.(Sie merken, ich spreche von ihnen, als wären es Wesen aus Fleisch und Blut!) Leidenschaft besteht mehr zur Musik als zu den Instrumenten und ist die Essenz, die sein muss – wie sonst würde ich es schaffen, an einem wunderschön sonnigen Tag stundenlang und diszipliniert zu üben? Ich denke, dass es eine ausgewogene Balance zwischen Talent und disziplinierter Arbeit braucht, um weit zu kommen. Talent, damit einem die Musik und das Spiel einfach fällt. Disziplin, um immer wieder den musikalischen Zusammenhängen und Bedeutungen wie auch Bewegungsabläufen auf den Grund zu gehen. Als Lehrerin erlebe ich hautnah, was es heisst, wenn diese Balance nicht stimmt. Man kann mit viel Arbeit einiges an Talent kompensieren, aber die Selbstverständlichkeit und das Natürliche werden immer fehlen. Aber auch sehr talentierte Menschen ohne Disziplin kommen nicht weit: Sie treten oft in die Falle, dass sie vor lauter Leichtigkeit nie lernen, was arbeiten wirklich heisst. Die Fragen stellte: Marko Michels . |
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