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Schlossfestspiele 2010 in den “Startlöchern” |
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Die „Countdowns“ laufen: Noch 16 Tage bis zum großen Festumzug aus Anlass der 850. Geburtstages der Stadt Schwerin (5.6.), noch 22 Tage bis zum Beginn der Fußball-WM (11.6.) und noch 36 Tage bis zum Beginn der Schlossfestspiele 2010 in Schwerin (ab 25.6.). Bei so vielen „Countdowns“ ist man schnell „down under“. Daher sichert rechtzeitige Planung die besten Plätze, schont die Nerven und hebt die Stimmung. Nur wenige Fußball-Fans werden sich sicherlich auf den Weg nach Südafrika machen und gerade in Schwerin als Alternative eher das “Public Viewing” auf der Freilichtbühne betrachten. Von da aus ist es ja auch nicht weit bis zum Alten Garten, und es können Deutschland-Fahnen sowie Fan-Schals gegen Krawatte, Sakko bzw. Mini-Kleid getauscht werden. Nach der WM-Ausgelassenheit folgt eben klassische Stimmung zu Verdis „Macht des Schicksals“. Ein Kontrastprogramm, aber auch Verdi soll ja Fußball-Fan gewesen sein. Dieses meinen zumindest unbestätigte Quellen. Wie der Stand der WM-Vorbereitung der deutschen Nationalmannschaft ist, weiß man so ungefähr, über die Vorbereitung der Schlossfestspiele 2011 in Schwerin hingegen noch viel weniger. Nachgefragt bei Franziska Kapuhs, Pressereferentin am Mecklenburgischen Staatstheater Frage: Frau Kapuhs, kaum zu glauben, aber die Schlossfestspiele 2011 finden bereits im nächsten Monat statt. Gab es schon einige Proben? Sind alle Kulissen fertig? Franziska Kapuhs: Die Proben haben bereits am 17. Mai begonnen. Draußen auf dem Alten Garten wird es vermutlich zum Ende dieser Woche erste Proben geben. Natürlich ist das auch ein wenig vom Wetter abhängig. Bisher steht der grobe Aufbau des szenischen Raumes soweit , dass die Künstler hierin proben können. Allerdings sind noch eine Menge Arbeiten zu leisten, erfahrungsgemäß bis zur letzten Probenwoche. Die laufen dann aber mehr oder weniger parallel zum Probenbetrieb, z. B. zwischen den Vormittags- und Abendproben oder wenn die Künstler auf der Probebühne im Haus arbeiten. Frage: Die Schlossfestspiele in Schwerin sind seit 1993 an sich stets etwas ganz „Besonderes“. Welche herausragenden Künstlerinnen und Künstler sind dieses Mal live und in Farbe auf dem Alten Garten und vor dem Schloss zu bewundern? Franziska Kapuhs: Auch in diesem Jahr konnte Generalmusikdirektor Matthias Foremny wieder hochkarätige Gesangssolisten gewinnen. So wird die Partie der Leonora alternierend gesungen von Capucine Chiaudani, zum ersten Mal zu Gast bei den Schlossfestspielen, und Adva Tas, die dem Schweriner Festspielpublikum noch in bester Erinnerung ist als Leonora in „Il Trovatore“ und als Violetta in „La Traviata“. Don Alvaro wird alternierend gesungen von Daniel Magdal, auch er schon vielfach bejubelter Gast bei den Schlossfestspielen, Eduardo Aladrén und Mario Zhang. Auch bei der Partie des Don Carlo gibt es mit Michael Kraus und Konstantin Rittel-Kobylianski ein Wiedersehen mit beliebten Solisten der Schlossfestspiele. Ebenso konnten für die Partie des Pater Guardian zwei hochkarätige Sänger gewonnen werden: Shavleg Armasi ist Ensemblemitglied der Staatsoper Hannover und James Moellenhoff ist der Oper Leipzig als Solist verbunden. Mit der Partie der Preziosilla kehrt Mezzosopranistin Hermine May nach Schwerin zurück, wo sie zuletzt 2008 als Carmen das Publikum bezauberte. Alternierend singt diese Partie auch Sarah van der Kemp, eine junge Sängerin, die vor drei Jahren festes Ensemblemitglied des Mecklenburgischen Staatstheaters wurde und hier mit Rollendebüts wie der Rosina in Rossinis „Der Barbier von Sevilla“ und der Judith in „Herzog Blaubarts Burg“ von Bartók auf sich aufmerksam machte. Frage: Die Musiker sollten bereit sein. Gibt es auch genügend Statisten und die obligatorischen Vierbeiner? Wie viele Mitwirkende – Musiker und Statisten – dürften die Schlossfestspiele 2011 letztendlich aufweisen (circa)? Franziska Kapuhs: Auf der Bühne sind insgesamt über 250 Mitwirkende, wenn man das Orchester mit einbezieht, vertreten. Neben den über 20 Solisten machen allein die drei Chöre aus Opern-, Extra- und Rachwal-Chor schon 100 Sänger und Sängerinnen aus. Dazu kommen ca. 70 Statisten, außerdem spielen noch zehn Kinder mit und ein Pferd ist auch mit von der Partie. Frage: Wie groß ist eigentlich die Anzahl der Sitzplätze pro Veranstaltung? Und natürlich: Wo und wann kann man noch die Karten erwerben? Franziska Kapuhs: Wir haben in diesem Jahr für die insgesamt 23 Vorstellungen wieder jeweils knapp 2.000 Plätze zur Verfügung. Karten können über die Theaterkasse erworben werden, telefonisch über das Kartentelefon bestellt werden 0385 / 5300 – 123, über die Website www.theater-schwerin.de oder per E-Mail kasse@theater-schwerin.de. Frage: Was erhoffen Sie sich von den diesjährigen Schlossfestspielen? Und: Haben Sie eigentlich auch den WM-Fußball-Rasen im Blick … Wer ist Ihr Favorit? Franziska Kapuhs: Wir haben bereits 2006 parallel zur Fußball-Weltmeisterschaft auf dem Alten Garten gespielt. Die damalige Oper „La Traviata“, übrigens auch in der Regie von Peter Lotschak, der auch in diesem Jahr wieder dabei ist, war eine unserer erfolgreichsten Inszenierungen der letzten Jahre bei den SCHLOSSFESTSPIELEN SCHWERIN. Dann maximale Erfolge mit den Schlossfestspielen 2011! Möge die Macht mit dem Mecklenburgischen Staatstheater sein … Weitere Infos: www.theater-schwerin.de
OFFENE KUNST für „offene Augen und Ohren“ Eine prima Einstimmung auf die Schlossfestspiele 2010 war auch die Veranstaltung KUNST OFFEN Schwerin und M-V zu Pfingsten – das waren und das sind auch immer Feiertage für Kunst und Kultur. Während die Pasternack Big Band und Jacqueline Boulanger konzertiert die Eröffnung des Schweriner Gartensommers auf der Freilichtbühne begleiteten, Lichtkünstler Matthias Faul das Schweriner Schloss in den besonderen Blickpunkt setzte, im Freilichtmuseum Schwerin-Mueß „gehandwerkert“ wurde, so luden zwischen Pfingst-Samstag und Pfingst-Montag mehr als 300 Künstlerinnen und Künstler in ihre Werkstätten ein. Auch knapp 200 kulturelle Einrichtungen schlossen sich den künstlerischen Präsentationen bei KUNST OFFEN an. In Schwerin zeigte dabei unter anderem Kerstin Behrens in der ersten Mecklenburgischen Porzellan-Manufaktur ihr Können. Auch in die anderen Werkstätten und Institutionen der Kultur in der Landeshauptstadt und ihrer Umgebung strömten in den drei Tagen die Kulturbeflissenen aus Schwerin und anderswo „in Scharen“. Und bewiesen damit erneut - Schwerin ist ebenfalls Kulturstadt. Übrigens: Am 30.Mai laden neunzehn landwirtschaftliche Betriebe und Firmen der Ernährungswirtschaft aus M-V in der Zeit von 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr zu einem Tag der „Offenen Hofes“ ein und präsentieren sich, ihre Arbeit und ihre Produkte. Nach den „offenen Augen und Ohren“ bei der OFFENEN KUNST können die Mecklenburger dann mit „offenen Mündern und Mägen“ Teil zwei der mecklenburgischen Offenheit im Mai genießen. Impressionen von früheren Schlossfestspielen.
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