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Die
Mecklenburgische Seenplatte
ist eine verzweigte Gewässerlandschaft mit über
tausend Seen, Flüssen und Kanälen. Der größte See
der Seenplatte, die Müritz, ist zugleich der größte
deutscher See. Die Müritz ist an der Ostseite flach, verfügt
aber über tiefe Rinnen bis zu 33 m Tiefe. Bei Unwetter kann es
für Wassersportler gefährlich sein, den See zu unterschätzen.
Im Mittelpunkt steht hier natürlich der Wassersport in allen Formen.
Das ganze Gebiet ist sowohl Wassersport- und Campingparadies als auch
Bestandteil des Netzes der deutschen Binnenwasserstraßen. Rund
42 % der Campingplätze Mecklenburg-Vorpommerns liegen
an See- und Flußufern der Seenplatte. Die großen Seen gestatten
Segeln, Surfen, Ferien auf Hausboten oder Motorjachten.
Viele der kleineren Seen und Fließgewässer sind für
Motorboote gesperrt und bieten Paddelbootfreunden ruhige Wanderwege.
In einigen Orten werden Anfängerkurse in verschiedenen Wassersportarten
angeboten, auch Bootsausleihstationen können genutzt werden. Die
Seen mit den Sandstränden laden zum Baden ein. Der Fischreichtum
der Gewässer läßt für Angler kaum einen Wunsch
offen. Wer nicht angelt, kauft beim Berufsfischer den frisch gefangenen
Fisch schon geräuchert.
Das sanft strukturierte Gelände und die ausgedehnten Wälder
sind auch zu Fuß, per Rad oder mit Pferd oder Kutsche ideale Wandergebiete.
Auf den markierten Wanderrundwegen läßt sich der Reiz der
Landschaft, ihre Geschichte und Kultur am besten erschließen.
Im Nationalpark werden naturkundliche Führungen zum Bildungs- und
Naturerlebnis zugleich.
Die Städte wie die alten brandenburgischen Grenzstädte Friedland
und Neubrandenburg oder die ehemalige Residenzstadt des kleinen Fürstentums
Mecklenburg-Strelitz, Neustrelitz, die alte Landstadt Lübz oder
die Städte an den großen Seen, Waren, Röbel, Malchow,
Plau, Krakow in deren Umgebung schon seit langem die Großstädter
Erholung suchen zeigen trotz Narben aus dem zweiten Weltkrieg viele
Denkmale ihrer Geschichte. Die Reste der alten Bauten und die Heimatmuseen
geben Auskunft über lokale Geschichte und Geschichten und viele
Veranstaltungen halten altes Brauchtum lebendig.
©
Dr. H. Koch
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