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Mecklenburgische
Schweiz
Die
Landschaft umfaßt im mittleren Mecklenburg-Vorpommern einen Teil
der Seenplatte bis zum mittleren Warnowtal und die während der
letzten Eiszeit von Gletscherzungen zerfurchte nördliche Endmoräne
mit den tief eingeschnittenen Teterower und Malchin - Kummerower Becken.
Sie ist voller wechselnder Landschaftsbilder und wird von waldreichen
Hängen und den Gletscherzungenseen geprägt. Hier sind landschaftlichen
Reize Mecklenburg-Vorpommerns gebündelt: Wälder, Seen, Felder
und Wiesen auf kuppigen Grundmoränen, schattige Alleen und Baumgruppen
sowie immer wieder Hügel, die dem Wanderer manch reizvollen Rundblick
ermöglichen.
Auf den fruchtbaren Ackerflächen um die Mecklenburgische Schweiz
herum bildeten sich große Landgüter, die den meist adligen
Besitzern einen besonderen Lebensstil ermöglichten. Der Glanz der
alten Herrensitze ist verblaßt, aber die Schlösser und ihre
Parks oder das, was von ihnen erhalten ist, bleibt sehenswert. Einige
der alten Güter sind seit langem weltweit bekannt, so Tellow durch
die betriebswirtschaftlichen Arbeiten des Besitzers, Heinrich von Thünen,
oder Ivenack durch seine mehr als 1000 Jahre alten Eichen oder Basedow,
dessen Dorf-, Park- und Landschaftsgestaltung in den Händen Peter
Joseph Lennès lag. Die Landschaft zog auch die Romantiker an.
Als Graf von Schlitz Anfang des 19.Jahrhunderts sein Schloß, Burg
Schlitz, erbaute und - ebenfalls nach Entwürfen von Lennè
- den Landschaftspark mit seinen Plastiken und Aussichtspunkten schuf,
da fiel bei einer der Feiern 1811 im Freundeskreis erstmals der Begriff
"Mecklenburgische Schweiz".
Zur Region gehören neben den Gütern auch Städte wie die
einstige Residenz Güstrow, die Hansestadt Demmin, Dargun mit seiner
beeindruckenden gotischen Schloßruine oder die Reuterstadt Stavenhagen.
Es gehört Teterow dazu mit dem Bergringrennen der Motorräder
und der slawischen Burgwallinsel und Bützow mit seinem Schloß,
das einst Sitz des Bischofs von Schwerin war.
Wer sich hier umtut, findet überreich Erlebnis- und Erholungsmöglichkeiten
©
Dr. H. Koch
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